Der Spätburgunder ist eine der edelsten und anspruchsvollsten Rebsorten der Welt. Er gilt als Mimose im Weinberg, da er sehr dünnschalige Trauben besitzt, die empfindlich auf Klima und Boden reagieren. In Deutschland ist er die wichtigste Rotweinsorte und findet in kühleren Regionen ideale Bedingungen. Im Gegensatz zu tiefschwarzen Kraftpaketen wie dem Shiraz besticht ein Spätburgunder durch Eleganz, feine Frucht und eine seidige Textur.
Aufgrund seiner feinen Struktur ist er ein extrem vielseitiger Speisenbegleiter, der Gerichte nicht „erschlägt“.
Food-Pairing
Der klassische Begleiter zu gebratenem Geflügel (Ente, Fasan), Wildgerichten wie Reh oder Hirschrücken sowie zu Pilzgerichten. Auch zu kräftigem Fisch (wie gegrilltem Lachs) oder mildem Weichkäse ist er ein Genuss.
Trinktemperatur
Spätburgunder sollte etwas kühler getrunken werden als schwere Rotweine – ideal sind 14 °C bis 16 °C. Zu warm serviert, verliert er seine filigrane Frucht.
Glaskultur
Ein spezielles, bauchiges Burgunderglas ist wichtig, damit der Wein viel Kontakt mit Sauerstoff bekommt und seine komplexen Aromen entfalten kann.
Die Optik unterscheidet ihn sofort von vielen anderen Rotweinen: Er ist oft heller, transparent und rubinrot.
Sensorik
Das Bouquet ist geprägt von feinen roten Früchten wie Erdbeere, Himbeere und Kirsche.
Ausbau
Hochwertige Spätburgunder reifen oft im Barrique (Eichenfass), wodurch sie dezente Noten von Vanille, Rauch und Bitterschokolade erhalten, ohne ihre Typizität zu verlieren. Er besitzt eine feine Säure und eher sanfte, geschmeidige Gerbstoffe.
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