Fleisch
Schweinenacken (Kamm / Schweinehals / Nacken)
Der Schweinenacken ist die vordere Fortsetzung des Kotelettstrangs vom Schwein (Sus scrofa domesticus). Im Gegensatz zum mageren Rücken ist der Nacken stark marmoriert, also mit feinen Fettadern durchzogen. Dieses intramuskuläre Fett macht das Fleisch besonders geschmacksintensiv und schützt es vor dem Austrocknen, selbst bei hohen Temperaturen oder langen Garzeiten.
Der Allrounder für alles, was herzhaft, saftig und gelingsicher sein soll.
Zubereitungsarten: Grillen (Nackensteaks), Schmoren (Halsbraten), Smoken (Pulled Pork) oder Pökeln (Kassler Nacken).
Kerntemperatur:
Klassischer Braten: 72 °C bis 75 °C (saftig und vollgar).
Pulled Pork: 90 °C bis 95 °C (hier schmilzt das Bindegewebe vollständig).
Grilltemperatur: 180 °C bis 220 °C. Nackensteaks verzeihen es, wenn sie etwas länger auf dem Rost liegen bleiben – sie bleiben saftiger als Rückensteaks.
Tipp: Für den perfekten Schweinebraten den Nacken scharf anbraten und dann mit viel Röstgemüse und dunklem Bier schmoren. Das Fett im Fleisch schmilzt und bindet die Sauce ganz natürlich.
Im Rohzustand kräftig rosa bis dunkelrosa mit einer deutlichen, weißen Marmorierung (Fetteinlagerungen). Die Textur ist kompakt und elastisch. Sensorisch besticht der Nacken durch ein sehr intensives, vollmundiges Fleischaroma, das durch das schmelzende Fett beim Garen optimal getragen wird.
Schweinenacken: Herzhaftes Profil mit strukturabhängiger Textur von zart bis kernig.
Stammt aus kontrollierter EU-Aufzucht. Hierbei wird konsequent auf eine artgerechte Haltung geachtet, da die Qualität der Marmorierung direkt von der Fütterung und dem Wachstum des Tieres abhängt. Ein langsam gewachsenes Tier liefert festes Fett, das beim Braten nicht einfach "wegschmilzt", sondern den Saft im Fleisch hält.
Höchste Priorität für frische Ware: Konstant bei 0 °C bis +2 °C im kältesten Bereich des Kühlraums lagern. Da der Nacken einen höheren Fettanteil hat, ist er bei korrekter Kühlung minimal robuster als das Filet, sollte aber dennoch zügig verarbeitet werden (FIFO-Prinzip).
Frische Ware vom Metzger innerhalb von 2 bis 3 Tagen verarbeiten. Marinierte Nackensteaks sollten ebenfalls zeitnah verbraucht werden, da das Salz in der Marinade dem Fleisch mit der Zeit Feuchtigkeit entzieht.
Achten Sie auf eine gleichmäßige Marmorierung und festes, weißes Fett. Das Fleisch sollte nicht im eigenen Saft liegen. Ein unangenehmer, strenger Geruch oder eine gräuliche Färbung sind klare Anzeichen für mangelnde Frische.
Alle Angaben ohne Gewaehr. Massgeblich sind stets die aktuellen Kennzeichnungen, Etiketten, Produktdaten und Angaben der jeweiligen Hersteller oder Lieferanten. Melden
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