Fleisch
Kabanossi
Die Kabanossi ist eine langgestreckte, dünne Rohwurst (Dauerwurst) oder eine heißgeräucherte Brühwurst mit grober Einlage. Sie zeichnet sich durch ihre feste Konsistenz und ihr markantes Knoblauch-Rauch-Aroma aus. Ursprünglich aus dem osteuropäischen Raum (Polen) stammend, ist sie heute ein europaweiter Klassiker für die Brotzeit und den Vorrat.
Aufgrund ihrer Haltbarkeit und Würze ist sie extrem vielseitig einsetzbar:
Zubereitungsarten: Kalt als Snack („aus der Hand“), als Einlage in deftigen Eintöpfen (Wirsing, Kartoffelsuppe), auf Pizza oder in Rühreier geschnitten.
Kerntemperatur: Da sie meist bereits geräuchert und getrocknet (essfertig) verkauft wird, ist keine Kerntemperatur zum Garen nötig. Soll sie erhitzt werden, reichen 70 °C (kurzes Ziehen in der Suppe).
Pfannentemperatur: 140 °C bis 160 °C. Beim Anbraten tritt das rote Paprika-Fett aus, was Saucen eine schöne Farbe und Tiefe verleiht.
Tipp: Nicht zu scharf anbraten, da der enthaltene Knoblauch und das Nitritpökelsalz bei zu hoher Hitze bitter werden können.
Dunkelrote bis braune Farbe durch die Räucherung und den Paprikaanteil. Die Textur ist fest, knackig im Biss (Saitling) und weist eine grobe Fleischmarmorierung auf. Sensorisch dominiert ein kräftiges Raucharoma, gepaart mit einer deutlichen Knoblauchnote und einer würzigen Salzigkeit.
Kabanossi: Fleischprodukt für warme Küchenanwendungen.
Traditionell aus Polen (als Kabanosy herkunftsgeschützt: „garantiert traditionelle Spezialität“). In Deutschland meist als hochwertige Brühwurst mit Dauerwurstcharakter hergestellt.
Konstant bei +2 °C bis +7 °C lagern. Als Dauerwurst ist sie weniger sensibel als Frischfleisch, sollte aber trocken und lichtgeschützt gelagert werden (FIFO-Prinzip). Ungekühlte Lagerung ist bei vakuumierter Ware oft möglich, mindert aber langfristig das Aroma.
Nach dem Anbruch innerhalb von 4 bis 6 Tagen verbrauchen. Die Enden sollten trocken gehalten werden. Wenn sie offen im Kühlschrank liegt, trocknet sie nach (wird härter), was für viele Liebhaber ein Qualitätsmerkmal ist.
Achten Sie auf eine pralle, trockene Oberfläche. Die Wurst sollte beim Biegen einen gewissen Widerstand leisten und „knacken“. Ein weißlicher Belag ist bei dieser Sorte meist kein Edelschimmel, sondern austretendes Salz (unbedenklich) oder bei schlechter Lagerung Fettbrand – im Zweifel auf den Geruch achten (muss rauchig-würzig sein, nicht ranzig).
Alle Angaben ohne Gewaehr. Massgeblich sind stets die aktuellen Kennzeichnungen, Etiketten, Produktdaten und Angaben der jeweiligen Hersteller oder Lieferanten. Melden
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