Fleisch
Putenfilet (Putenbrust / Putenbrustfilet)
Das Putenfilet ist das ausgelöste Brustmuskelfleisch der Pute (Meleagris gallopavo). Es ist das magerste Teilstück des Tieres, nahezu fettfrei und zeichnet sich durch seine helle Farbe und feine Faserung aus. Da es keine Sehnen oder nennenswertes Bindegewebe enthält, ist es das ideale Fleisch für eine leichte, proteinreiche Küche.
Aufgrund des geringen Fettgehalts neigt Putenfilet bei zu langer Garzeit zum Austrocknen. Präzision ist hier der Schlüssel.
Zubereitungsarten: Kurzbraten (als Schnitzel oder Geschnetzeltes), Grillen, Niedrigtemperaturgaren oder als Basis für magere Rouladen.
Kerntemperatur: 72 °C bis 75 °C.
Wichtig: Bei 72 °C ist das Fleisch sicher durchgegart (Salmonellenschutz) und noch saftig. Ab 78 °C wird die Textur schnell trocken und strohig.
Pfannentemperatur: 170 °C bis 180 °C. Kurzes, scharfes Anbraten versiegelt die Oberfläche; danach bei reduzierter Hitze garziehen lassen.
Tipp: Da Putenfleisch sehr mild ist, verträgt es kräftige Maraden (Paprika, Curry, Soja) oder das Einwickeln in Speck (Bardieren), um die Saftigkeit zu bewahren.
Im Rohzustand sehr hellrosa bis fast weißlich. Die Textur ist extrem feinfaserig, zart und homogen. Sensorisch besticht das Putenfilet durch einen sehr milden, dezenten Eigengeschmack, der es zum perfekten Geschmacksträger für Gewürze und Saucen macht.
Putenfilet: besonders mageres Geflügelfleisch für eiweißreiche und schlanke Hauptgerichte.
Stammt aus kontrollierter Aufzucht (EU). Hierbei wird konsequent auf eine artgerechte Haltung geachtet, die den Tieren ausreichend Platz zur Bewegung und eine hochwertige Fütterung bietet. Dies ist essenziell, um Stressfleisch (PSE) zu vermeiden, damit das Filet beim Braten kein Wasser verliert und zart bleibt.
Höchste Priorität für frische Ware: Konstant bei 0 °C bis +2 °C im kältesten Bereich des Kühlraums lagern. Geflügel ist hochsensibel; es muss absolut trocken gelagert werden (FIFO-Prinzip), um Schmierbildung an der Oberfläche zu verhindern.
Frisches Putenfilet sollte innerhalb von 24 Stunden verarbeitet werden. Da es keine schützende Hautschicht hat, oxidiert die Oberfläche an der Luft schnell und das Fleisch verliert seine natürliche Feuchtigkeit.
Achten Sie auf eine matte, aber frische Oberfläche. Das Fleisch darf nicht im eigenen Saft „schwimmen“ (Zeichen für schlechte Wasserbindung) und muss einen absolut neutralen Geruch haben. Jede gräuliche Verfärbung oder ein säuerlicher Geruch sind Ausschlusskriterien.
Alle Angaben ohne Gewaehr. Massgeblich sind stets die aktuellen Kennzeichnungen, Etiketten, Produktdaten und Angaben der jeweiligen Hersteller oder Lieferanten. Melden
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